Logbuch: Okt. - Dez. 2013

8 Dezember 2013

Kanada - ein Gutes hatte es, dass Sturmtief Xaver unseren Reiseplan durcheinander gebracht hatte; wir kamen bei herrlichem Wetter in Vancouver an. Schon über Grönland hatten wir gute Sicht. Und der klare Himmel blieb uns bei der Landung an der kanadischen Westküste treu.

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Ein Fenster mit gutem Ausblick - der Norden Kanadas bei klarer Sicht aus dem Flugzeugfenster.

 

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Noch eine Runde über Vancouver drehen und dann wird gelandet 

Mit der Fähre ging es dann nach Vancouver Island weiter. Gegen halb neun kamen wir schließlich auf Vancouver Island an. Tags drauf erkundeten wir die Nachbarschaft. Bei einem Spaziergang am Strand sahen wir die Nachbarn - zwei Weißkopfseeadler. 

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Geduldig sitzt der imposante Vogel in 30 m Höhe, bis ich die Kamera im Anschlag habe...

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...um dann einfach wegzufliegen.

 

Aber wir sind nicht nur hier um die schöne Landschaft zu genießen. Laura organisiert die Filmtour im Großraum Vancouver und auf Vancouver Island und ich arbeite an der nächsten Episode.

- Thorsten

7 Dezember 2013

Nächster Halt: Vancouver!

Unsere Zeit in Deutschland ist nun vorbei, somit ist unsere 2013 Filmtour ebenfalls beendet. Wir möchten uns bei allen Zuschauern für ihr Intresse und die vielen positiven Rückmeldungen bedanken. Besonderer Dank gilt den Vereinen, Kinos und Organisationen, die uns einluden, "Per Anhalter über den Atlantik" zu zeigen. Es war schön bei Euch.

Im Flugzeug

Auf Wiedersehen Deutschland. Nach Plan kommen wir im Frühling 2015 wieder mit neuen Bildern im Gepäck.

Nun geht es weiter nach Kanada.

Nachdem Sturmtief Xaver unsere Reisepläne etwas durcheinandergepustet hat, haben wir nun mit einem Tag Verspätung Amsterdam erreicht. Von hier soll es nach Kanada weitergehen. Als Segler sind wir es ja gewöhnt, dass das Wetter unsere Reisepläne mitbestimmt, aber dass von allen Flügen nach Amsterdam nur unserer wetterbedingt ausfiel, ist schon seltsam.

Schade auch, dass dadurch unsere Chance auf freie Sitzplatzwahl und das bei der ursprünglichen Buchung bestellte vegetarische Essen verfiel.

Wie auch immer, dadurch bekommen wir die Gelegenheit den Flughafen von Amsterdam gut kennenzulernen, da die Fluggesselschaft uns eine Zwangspause von 6 Stunden verordnet hat.

Amsterdam Flughafen

Zwischenstopp in Amsterdam. Statt kurzem Aufenthalt dürfen wir hier 6 Stunden verbringen. Wir nutzen die Zeit für ein Logbucheintrag.

- Thorsten

20 November 2013

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Einmal etwas anderes

Neulich hörten wir im Bus von Berlin nach Köln über die schreckliche Lage nach dem Taifun in den Philippinen und in Vietnam. Unser Film- und Projektbudget lässt leider keine großen Sprünge zu. Daher können wir nicht einfach in unsere Projektkasse greifen und etwas spenden.

Also überlegten wir, was wir tun können, und kamen zu folgendem Plan. Von jeder DVD, die in Köln verkauft wurde, werden 3 € als Spende für die Taifunopfer gespendet. Heute haben wir das Geld gespendet. Wir nutzten das bis Ende November laufende Angebot, bei dem der Internetanbieter web.de jeden gespendeten Euro verdoppelt.

Wir möchten uns bei unseren DVD-Kunden bedanken.

17 November 2013

Deutschland Tour und Boxenstop. Klar, wir sind nach Deutschland gekommen, um 'Per Anhalter über den Atlantik' zu zeigen und unseren neuen Film, 'Karibik - Die Inseln vor dem Winde' zu schneiden. Aber ein Besuch in der alten Heimat dient auch als Boxenstop für uns. Nachdem wir unser Boot, die Corinthian, in Trinidad fit gemacht und dann nach Curacao überführt haben, müssen wir noch einige andere Sachen erledigen. Mein Mac-Computer macht dicke Backen, die Sony V1-Videocamera und meine linke Schulter mussten auch repariert werden. Zwischendurch mit einem Laster voll Möbel quer durch Deutschland fahren. Alles muss in den zwei Monaten zwischen den Vorführungen über die Bühne gehen.

Entsprechend viel sind wir unterwegs. Von Hannover ging es nach Augsburg, nach Karlsruhe und wieder nach Hannover. Von dort ging es nun nach Kiel und Eckernförde, Berlin, Köln und wieder nach Süddeutschland. Ende November geht es wieder nach Norden, nach Hamburg und Kiel. Eine kleine Fotostrecke hab ich unten eingefügt.

- Thorsten

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Nächster Halt: Kiel Studio Filmtheater. Nach erfolgreichem Test des Filmes auf der großen Leinwand geben wir 'Daumen hoch'. Am 1.12.2013 um 16:00 geht's los.

 

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In den heiligen Hallen des WDR-Funkhauses - Live-Kommentar bei der Multivisions-Show nach dem Film. Vielen Dank an den Kölner Yacht Club und die Segelgruppe des WDR für die Einladung.

 

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Kulturzeit - ebenso wie ein 'Kölsch' (Bier) gehört der Dom zu den Dingen, die ich in Köln auf mich einwirken ließ. Ein imposanter Bau!

 

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Kurzbesuch in Berlin - die Schiffergilde zu Berlin hat uns eingeladen. Danke für die Gastfreundschaft, die schöne Veranstaltung und das tolle Feedback.

 

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Eckernförde - nördlichster Termin - viele Zuschauer, gute Stimmung, und gute Technik machen den Abend zu einer runden Sache. Vielen Dank an den Segelclub Eckernförde.

 

Hannover - Besuch im Ökogarten

Im Ökogarten der IGS Peine gibt es viel zu sehen und vor allen Dingen zu lernen. Denn darum geht es hauptsächlich. Sozusagen Biologieunterricht zum Anfassen - und Mitmachen. Die Leiterin Betina Gube führte uns durch das Anwesen. Wir machten ein paar Bilder, erlebten die Schlangenfütterung und lernten viel über heimische und exotische Tiere.

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Herbststimmung im Ökogarten? Kein Tau - diese Pflanze sondert über die Haare Wasser ab.

 

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Neulich im Ökogarten in Hannover - Laura assistiert bei der Schlangenfütterung: "Hilfe, ich habe einen Knoten in der Schlange". Die Kornnatter wird richtig lebhaft.

 

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Die kleine Phyton liegt auch gut in der Hand - und scheint sich wohl zu fühlen. Gleich gibt es was zu fressen.

 

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Ein haariges Tierchen - die Vogelspinne. Bei weitem nicht so gefährlich wie ihr Ruf.

 

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Findelkind der besonderen Art - eine Bartagame.

Ein Dank an Betina für die Privatführung. Zur Webseite des Ökogartens geht es hier.

6 November 2013

Erweiterter Trailer bei Yacht-TV

Heute ist ein Artikel über "Per Anhalter über den Atlantik" und unsere deutsche Filmtour auf der Webseite der Segelzeitschrift Yacht erschienen. Zum Artikel geht's hier.

Dazu haben wir, zusammen mit Yacht TV, einen erweiterten Trailer produziert. Den Trailer können Sie am Ende des Yacht-Artikels sehen oder direkt auf Yacht TV. Viel Vergnügen!

Dieses Jahr wird der Film - mit persönlicher Einführung und Fragestunde mit Filmemacher Thorsten Böhnke und Meeresökologin Laura Winter - noch vier Mal aufgeführt:
Do. 7.11., 19:30, Eckernförde
So. 10.11., 14:00, Berlin
Di. 12.11., 19:30, Köln
So. 1.12, 16:00, Kiel
Mehr Details finden Sie auf unserer Termine-Seite.

Der Film ist mittlerweile auch auf DVD erhaltbar und kann in unserem Online-Shop bestellt werden.

- Laura Winter

18 Oktober 2013

Auf nach Süden - Nach Gronau, Paderborn und Hannover geht's ab in den Süden Deutschlands. 

12 Oktober 2013

Filmabend im Kino Gronauer Lichtspiele - heute Abend ist es soweit. Licht aus -Film ab. Aber es ist auch eine Live- Veranstaltung. Meeresökologin Laura und ich sind dabei und beantworten Fragen. Sicher beantwortet auch der Film so manch eine Frage über unser 'Hoch am Wind' Projekt: Wie es los ging, wann Laura und ich zum ersten Mal gemeinsam gesegelt sind…

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Pudelmütze statt Sonnenhut - Filmstart in Gronau

Für diejenigen, die gerne kommen würden aber keine Zeit haben, gibt es noch weitere Veranstaltungen im Norden Deutschlands.

11 Oktober 2013

Corinthian steht bei Curacao Marine, Uno und Puma die beiden Dobermann-Wachhunde passen auf sie auf. Wir sind wieder in Deutschland - in nur knapp 10 Stunden transportierte uns der Airbus A330 der Air Berlin wieder nach Deutschland. Schockende Kälte - ja ich weiß, wir sind verweichlicht. Oder abgehärtet? Wir vertragen grad eben Wärme besser! Zum Glück haben wir unseren Friesennerz (Regenjacke) mit.

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Laura und Thorsten im Friesennerz

Aber wir sind ja auch nicht zum Spass hier - nicht nur. Heute Sound- und Bildcheck im Kino Gronauer Lichtspiele. Wir haben die Anfangsschwierigkeiten in den Griff bekommen. Nun läuft's auch in hoher Qualität. Morgen ist Showtime - das macht dann auch wieder Spass.

- Thorsten

6 Oktober 2013

Aller guten Dinge sind drei

Schweren Herzens zogen wir die Anker hoch, natürlich nicht ohne einen Riesenknäuel aus dem 60 m Ankerseil zu machen. Dann ging es los. Laura steuerte unsere 'Corinthian' durchs Nadelöhr auf die offene See. Nur unter Vorsegel ging es dann mit 5 Knoten Richtung Willemstad. Eine wehmütige Stimmung machte sich breit, da es, bevor wir nach Europa und Kanada fliegen, unseres letzte Mal segeln war.

Um in das Hafengebiet von Willemstad, den Schottegat, zu kommen, mussten wir die „swinging lady“, die Königin Emma Schwimmbrücke, passieren. Zielstrebig hielt Laura auf das Ungetüm zu. Eigentlich sollte es sich öffnen, allerdings hörte ich den Motor starten, sah Rauchwolken aufsteigen und hörte den Motor wieder ausgehen. Beim dritten Versuch begann der 167 m Stahlkoloss sich in Bewegung zu setzen. Eilig rannten die Fußgänger noch ans Ufer. Wir tuckerten weiter durch den Hafen bis zur Curacao Marine.

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Weit auf - normal wird die Brück nur auf Bootsbreite geöffnet, für uns aber ganz.

Beim ersten Anlauf zur Rampe stellten wir fest, dass unsere Fender und Seile auf der falschen Seite waren. Also knotete Laura alles um und ich fuhr langsam rückwärts wieder raus. Zweiter Anlauf: in der Zwischenzeit hatte Curacao Marine ein Boot ins Wasser gelassen und unser Liegeplatz war belegt. Die Mitarbeiter deuteten uns, auf der anderen Seite festzumachen. Also noch mal raus und alles umknoten. Dritter Anlauf: wir schlichen uns zwischen dem vertäuten Boot und dem Steg durch und machten fest. Punktlandung, unsere Tiefenanzeige zeigte 1,7 m, unser Tiefgang ist 2,3 m. Zum Glück sitzt das Echolot vor dem Kiel und die Rampe geht fällt steil ab. Von da an war alles in den Händen der Mitarbeiter von Curacao Marine. Sie brauchten glücklicherweise nur ein Versuch, um unser Boot heil an Land zu bekommen.

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Tracktor statt Travellift. Im Zeitlupentempo zieht der Claas Trecker unsere Corinthian aus dem Wasser.

Hier wird 'Corinthian' die nächsten vier Monate verbringen, während wir in Deutschland und Kanada Filmveranstaltungen durchführen. Termine werden demnächst veröffentlicht.

- Thorsten

01 Oktober 2013

Auf nach Westen, nach Curacao – das 'C' in den ABC-Inseln. Bisher hatten wir immer Seitenwind, jetzt kommt er von hinten. Das kannten wir bisher gar nicht. Wir segelten mit einem lauen Rückenwind aus Clarkes Court Bay in Grenada los.

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Richtung Westen! Nach einem Tag Segeln kommt - eine Nacht Segeln. Wir müssen uns dran gewöhnen in den Sonnenuntergang zu segeln.


Mit Rückenwind ist das ohnehin ein bisschen trügerisch – der Wind fühlt sich immer etwas schwächer an als er ist. So spürten wir auch nicht, dass der Wind langsam immer mehr wurde. Die Wellen wurden auch immer höher. Und 'Corinthian' wurde immer schneller – schließlich verbuchte unser GPS eine neue Höchstgeschwindigkeit von 12,2 Knoten. Wir nahmen immer mehr Tuch weg, bis wir im dritten Reff mit einem winzigen Vorsegel dahin rauschten.

Nach drei Tagen waren wir fast da, und unsere Ankunftszeit sollte nach Sonnenuntergang sein. So ein Boot hat nun mal keine Bremse! Da der Eingang in die Lagune von „Spanish Waters“ nur einen schmalen Streifen zwischen Riff und Sandbank bietet, wäre es unseemännisch gewesen, nachts einzulaufen. Also mussten wir uns eine komplette Nacht auf See um die Ohren schlagen.

Um nicht an Curacao vorbei zu treiben hieß es anluven, also unsere Nase in den Wind drehen. Wir wollten in der Landabdeckung von Bonaire ein Mal mit Seitenwind auf und ab fahren. Allerdings ist Bonaire sehr flach und bietet nur mäßig Schutz. So fanden wir uns schließlich mit 7,5 Knoten Bootsgeschwindigkeit bei 40 Knoten Wind durch die 3-Meter hohen Wellen jagen – dabei überholten wir 2 Öltanker. 'Corinthian' war vermutlich weniger beeindruckt als wir. Gegen 20 Uhr abends nahmen wir das Vorsegel weg und legten den Gegenkurs an. Das half. Mit 3-4 Knoten schaukelten wir bei noch immer kräftigem Wind wieder zurück Richtung Curacao. Unser Plan ging auf. Gegen 8.30 Uhr steuerte ich mit weißen Knöcheln und trockenem Mund die 'Corinthian' zwischen Riff und Sandbank durch. Ahnungslos dachte ich, das wäre der schlimmste Teil gewesen.

Aber dies steht in keinem Vergleich zur Ankerplatzsuche in Spanish Waters.
Versuch Nr. 1: wir schmissen unseren Anker zielgenau in einen kleinen Platz zwischen anderen Booten. Bevor der Anker richtig greifen konnte, knallte eine Böe mit über 30 Knoten über die Lagune und ließ uns seitlich, unseren Anker hinter uns herschleppenderweise, auf ein schwedisches Stahlboot zutreiben. Laura gab Schub, um uns von dem Boot abzuhalten, und ich zog so schnell wie möglich unseren Anker wieder hoch, um zu verhindern, dass sich unsere Anker in einander verhakten.
Versuch Nr. 2: Boot außerhalb der offiziellen Ankerzone.
Versuch Nr. 3: Dicht daneben hielt der Anker nicht.
Versuch Nr. 4: Wir fuhren in eine andere Bucht, wo es so eng war, dass die Leute ihre Boote schon an Palmen festbinden. Das war nichts für uns.
Letzter Versuch, wenn dieser nicht klappen würde, wollten wir in eine Marina fahren. Dieses Mal hielt unser Haken. In sicherem Abstand vor dem Bug eines deutschen Katamarans kam 'Corinthian' zum Stillstand.

- Thorsten

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Willemstad, die Hauptstadt von Curacao. Durch die Brücke und dann rechts, dort liegt Curacao Marine die auf unsere 'Corinthian' aufpassen werden.

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Hinter den Kullissen: Bei einem leckeren Cafe Latte im Cafe Copacabana geht das Schreiben des Logbucheitrages leicht von der Hand.

Alle Logbucheinträge

Hier finden Sie alle unsere Logbucheinträge:

Aktuelle Einträge (2018)

Jan. 2016 - Dez. 2017

Jan. - Dez. 2015

Ein Rückblick auf das Jahr 2014

Jan. - Dez. 2014

Okt. - Dez. 2013

März - Sept. 2013